Begleit HP

Informationen zu den Begleithundeprüfungen in der
DTK-Gruppe Wuppertal-Elberfeld e.V.

Der diesjährige BHP-Lehrgang beginnt am Sonntag, den xx.xx. Die Zwischenprüfung findet am xxxx und die BHP-Prüfung am xxxx statt. Für Anmeldungen und weitere Infos steht Ihnen unsere Übungsleiterin, Anke Lückmann-Hoffmann, gerne zur Verfügung.

BHP (Begleithundeprüfung)

Es gibt bei der Begleithundeprüfung (BHP) 3 Teilprüfungen, deren Aufgaben nachfolgend jeweils unter BHP 1, BHP 2 und BHP 3 beschrieben werden. Alle drei Teilprüfungen können auch an einem Tag absolviert werden. Wenn diese Prüfungen alle drei bestanden wurden, erhält der Hund den Leistungsnachweis BHP-G (G = Gesamt) in Form einer Urkunde sowie einem Begleithundepass. DTK-Teckel bekommen zusätzlich einen Eintrag in die Ahnentafel. Auch Teilprüfungen erhalten den entsprechenden Nachweis.

BHP-S (Begleithundeprüfung - Erschwert)

Weiterhin gibt es die erschwerte BHP-Prüfung (BHP-S). Auch hier werden die Teilprüfungen unter den jeweiligen Punkten BHP S 1, BHP S 2 und BHP S 3 erklärt. Bei dieser Prüfung ist es ebenfalls möglich, alle drei Teilprüfungen an einem Tag zu absolvieren. Hier erhält der Hund dann den Leistungsnachweis BHP S - G ebenfalls in Form einer Urkunde, einem Begleithundepass und DTK-Teckel den Eintrag in die Ahnentafel. Auch hier erhalten Teilprüfungen den entsprechenden Nachweis.

Wer kann an diesen Prüfungen teilnehmen?

Unsere Gruppe hat sich für alle Rassen bis 40 cm Größe geöffnet. Alle BHP-Prüfungen können von den Hunden, die bei uns zugelassen sind, abgelegt werden. Eine Mitgliedschaft ist hierfür n i c h t zwingend notwendig. Über Lehrgangs- und Prüfungsgebühren geben wir Ihnen gerne Auskunft - kommen Sie und Ihr Hund uns doch an einem unserer Trainingstage besuchen, dann können wir Sie über alles genau informieren.

Was beinhalten die Prüfungen für Aufgaben?

BHP 1

1.1 Führigkeit

1. Variante:

Der Hund folgt seinem Hundeführer an der linken Seite, angeleint, ohne an der Leine zu ziehen. Dabei müssen Stangen umgangen und im Anschluss Hindernisse gewandt überwunden werden. Danach macht der Hund sitz, der Hundeführer entfernt die Leine und geht ca. 30 m frei bei Fuß mit seinem Hund bis kurz vor eine Menschengruppe. Hier leint er den Hund wieder an und geht angeleint kreuz und quer durch die Menschenansammlung (mind. 6 Pers. einige mit Hund). Der Hundeführer verlässt mit seinem Hund die Gruppe, bleibt stehen und der Hund muss am Fuß des Hundeführers stehen oder sitzen bleiben.

2. Variante:

Als erschwerte Variante kann die gesamte Übung auch frei, ohne Leine durchgeführt werden, hier wird dann nach den Hindernissen nicht angehalten. Der Hundeführer hat dem Richter vor Beginn der Aufgabe anzusagen, welche Variante er wählt.

1.2 Folgsamkeit

Der Hundeführer schnallt den Hund auf Anweisung und lässt ihn einige Zeit frei laufen (Entfernung ca. 30-50 m).

Trennt sich der Hund nicht vom Führer, geht dieser auf Anweisung des Richters mit dem freilaufenden Hund zu einem markierten Punkt in ca. 50 m Entfernung. Der Hund bleibt sitzen und der Hundeführer kommt zum Ausgangspunkt zurück.

Das Hereinkommen des Hundes kann mit und ohne Halt gezeigt werden. Der Hundeführer hat vorher anzusagen, welche Variante er wählt.

1. Variante

Ohne Halt - auf Hör- oder Sichtzeichen hat der Hund zügig zu seinem Führer zu kommen und sich von diesem nicht mehr zu entfernen. Erfüllt der Hund diese Aufgabe trotz wiederholter Aufforderung durch den Hundeführer nicht, hat er die Prüfung nicht bestanden.

2. Variante

Mit Halt - der hereinkommende Hund soll ca. 20 m vor seinem Hundeführer auf Hör- oder Sichtzeichen Halt machen und wird dort abgeholt. Macht er nicht Halt, hat er die Prüfung nicht bestanden. Halt heißt steh, sitz oder platz. Dies bleibt dem Gespann überlassen.

1.3 Ablegen

Die Hunde sind an einer freien Stelle mit genügend Überblick in Gruppen bis zu vier Hunden zu prüfen. Die Hunde werden im Abstand von ca. 10 m nebeneinander frei oder angeleint abgelegt. Sie können auf einer persönlichen Unterlage Platz nehmen.

Die Hundeführer entfernen sich gemeinsam ca. 50 m von den Hunden. Eine Sichtverbindung darf bestehen. Die Hunde dürfen den Kopf heben oder sich setzen, jedoch den Platz nicht weiter als maximal einen Meter verlassen. Geben sie anhaltend Laut, winseln sie ständig, verlassen sie den Platz oder ziehen sie an der Leine, so sind sie von der weiteren Prüfung auszuschließen. Während der Ablegezeit geht der Prüfungsleiter oder ein Helfer mit einem angeleinten, nicht an der Prüfung teilnehmenden Hund in einer Entfernung von ca. fünf Metern an den abgelegten Hunden vorbei. Die Ablegedauer beträgt fünf Minuten.

1.4 Verhalten bei Geräuschen

Zur Prüfung des Verhaltens bei Geräuschen bewegt sich der Hund frei von der Leine, mind. 10 m vom Hundeführer entfernt, im Gelände. Der Prüfungsleiter oder ein Helfer schlägt kräftig mit einem Metallhammer (10 m Abstand vom Hund) gegen ein hängendes Stahlrohr. Hunde die Angstreaktionen zeigen, sind nach 30 Minuten erneut zu prüfen. Reißen sie auf den Lärm hin aus oder suchen Schutz beim Führer haben sie die Prüfung nicht bestanden.

1.5 Verhalten gegenüber Menschen

Zur Prüfung des Verhaltens gegenüber Menschen legt der Hundeführer seinen Hund frei bei Fuß ab und verharrt mit ihm zusammen an einem Punkt. Mind. 6 Menschen bewegen sich sternförmig bis unmittelbar auf Hundeführer und Hund zu. Sie gehen langsam und ohne Drohgebären. Sie entfernen sich wieder und gehen zum zweiten Mal schnell, energisch und unter Händeklatschen auf den Hundeführer mit seinem Hund zu. Der Hund soll sich den Menschen gegenüber ruhig und gelassen zeigen. Der Hund darf den Kreis verlassen ohne Fluchtreaktion zu zeigen.

1.6 Verhalten im Straßenverkehr

Zur Prüfung des Verhaltens im Straßenverkehr geht der Hundeführer mit seinem Hund an der lose hängenden Leine auf dem Gehweg einer normal befahrenen Straße. Ein Radfahrer überholt in geringem Abstand mit Klingelzeichen den Hundeführer und seinen Hund. Ein Fußgänger kommt dem Hundeführer entgegen und spannt in Höhe des Hundes einen Regenschirm auf. Er fragt den Hundeführer etwas anhand einer mitgeführten Zeitung. Auf Anweisung des Prüfungsleiters überquert der Hundeführer mit seinem angeleinten Hund die Straße. Vor dem Überqueren muss der Hund deutlich anhalten oder sich setzen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht der Hundeführer mit dem Hund wieder zurück und überquert die Straße ein zweites Mal. Der Hund soll sich in allen Situation ruhig und gelassen verhalten und seinem Hundeführer aufmerksam und willig folgen.

BHP 2

2.1 Führersuche

Der Hundeführer geht zusammen mit einem Helfer im offenen Gelände oder in einem Altholzbestand ca. 300 m mit zwei rechtwinkligen Haken. Beide haben sich ruhig zu verhalten. Der zu prüfende Hund wird von einem Helfer gehalten und darf die sich entfernenden Personen nicht beobachten. Unmittelbar danach wird der zu prüfende Hund vom Richter am Spurbeginn angesetzt. Der Hund hat die Fährte frei und zügig auszuarbeiten und muss seinen Führer finden. Der Richter darf den Hund höchstens 3 Mal neu ansetzen.

2.2 Warten

Der Hund wird vor einem Gebäude in der Nähe des Eingangs angeleint. Der Hundeführer begibt sich in das Gebäude außer Sicht des Hundes. Der Hund hat fünf Minuten unter Ablenkung durch Helfer ruhig auf seinem Platz zu warten.

Folgende Ablenkungen:
1. Jogger

2. Radfahrer

3. Mensch mit Hund

Zeigt er aggressives Verhalten, gibt er Laut, winselt ständig oder zerrt an der Leine, so hat er die Prüfung nicht bestanden.

BHP 3

3. Wasserfreude

Es wird ein beliebiger, schwimmfähiger Gegenstand (kein Ball) vom Hundeführer mindestens 6-8 m weit in tiefes, stehendes Wasser geworfen. Der Hund sollte den Gegenstand freiwillig bis zum Ufer bringen. Die einmalige Wiederholung und Zuspruch des Hundeführers sind gestattet. Verläuft auch der zweite Versuch erfolglos, so ist die Wasserfreude nicht bestanden.

BHP S 1 - Erschwerter Gehorsam

1.1 Warten im Auto

Der Hundeführer fährt mit seinem Auto vor, steigt aus und entfernt sich ca. 10 Schritte - die Autotür bleibt geöffnet. Sichtverbindung zum Hund darf bestehen. Der Hund bleibt im Auto und muss 3 Minuten bei offener Tür (Klappe) warten. Ein Helfer mit einem Hund geht in einer Entfernung von ca. 5 m am Auto vorbei. Der Hund soll sich ruhig verhalten.

1.2 Verhalten in der Menschengruppe

Der Hundeführer geht mit seinem Hund frei bei Fuß durch eine Menschengruppe (nicht Spalier) von wenigstens sieben Personen, davon einige mit Hund. Die Personen werden links und rechts umgangen (etwa in Form einer Acht). Der Hundeführer muss neben einem zweiten Hundeführer mit Hund anhalten. Der Hundeführer geht mit seinem Hund weiter und lässt diesen dann in der Gruppe Sitz oder Platz machen. Der Hundeführer geht dann ohne Hund aus der Gruppe heraus, umgeht diese und holt den Hund wieder ab.

1.3 Gehorsam aus der Bewegung unter Ablenkung

Es werden zwei Hunde gemeinsam geprüft. Ein Hund wird frei in Sitz oder Platz gebracht, der Hundeführer steht ca. 20 Schritte vom Hund entfernt mit dem Rücken zum Hund. Der zweite Hundeführer begibt sich mit Hund ca. 20 Schritte vom wartenden Hund entfernt in Grundstellung. Auf Anweisung des Richters geht der Hundeführer mit seinem frei bei Fuß gehenden Hund 10 Schritte geradeaus und lässt ihn ohne anzuhalten aus der Bewegung Sitz oder Platz machen. Der Hundeführer entfernt sich weitere 20 Schritte und dreht sich nun zu dem wartenden Hund um. Nach Aufforderung des Richters geht der Hundeführer zurück zu seinem Hund und holt diesen ab. Dann erfolgt der Wechsel.

1.4 Vorausschicken mit Halt (freiwillig)

Der Hundeführer begibt sich mit seinem Hund in die Grundstellung. Auf Kommando schickt er seinen Hund voraus. In einer Entfernung von mindestens 30 Schritten bringt der Hundeführer auf Kommando den Hund zum Halt, dabei kann er stehen, sitzen oder Platz machen. Auf Weisung des Richters wird der Hund abgeholt.

BHP S 2

2. Suchen auf der Fremdspur

Auf einer Strecke von 300 m mit zwei möglichst rechtwinkeligen Haken soll der Hund an einer Suchenleine auf einer von einem Helfer getretenen Spur drei Holzscheiben, max. 10 - 12 cm Durchmesser, verweisen oder aufnehmen. Der Helfer muss die Holzscheiben vor dem Legen der Spur mindestens 30 Minuten am Körper getragen haben. Der Helfer tritt die Spur wie vorgegeben und legt in etwa auf der Hälfte der Schenkel je einen Verweiserpunkt ab. Am Ende der Spur erwartet der Spurenleger das Gespann in der Deckung. Mit der Suche wird begonnen, wenn der Spurenleger sich mit dem Prüfungsleiter/Helfer verständigt hat. Das Anlegen der Spur darf Hund und Hundeführer nicht einsehen. Danach kann die Suche durch den Hund sofort begonnen werden. Der Richter mit dem spurkundigen Prüfungsleiter oder Helfer folgen dem Hundeführer im angemessenen Abstand. Kommt der Hund mehr als 30 m ab, ist er abzurufen. Auf der Spur darf der Hund 1 x abkommen. Die Spurarbeit muss nach 20 Minuten beendet sein. Um die Prüfung zu bestehen, müssen zusätzlich mindestens zwei Verweiserpunkte mitgebracht werden. Jeder zu prüfende Hund hat eine frische Spur zu arbeiten. Der Abstand zwischen den einzelnen Spuren sollte mindestens 100 m betragen.

BHP S 3

3. Bringen

Ein beliebiger Bringgegenstand (kein Wild) wird von einem Helfer im Feld oder im Wald 200 m weit an einer kurzen Leine nachgezogen. Die Schleppspur hat zwei rechtwinkelige Haken und am Ende wird der Bringgegenstand abgelegt. Der Helfer geht in der Nähe des Apportels in Deckung. Danach wird der Teckel am Spurbeginn angesetzt und hat die Spur selbständig auszuarbeiten und soll den Bringgegenstand freudig zum Hundeführer zurückbringen. Er darf höchstens drei Mal angesetzt werden. Ein sauberes Ausgeben wird nicht verlangt. Jeder zu prüfende Hund hat eine frische Spur zu arbeiten. Der Abstand zwischen den einzelnen Spuren sollte mindestens 100 m betragen.

Bildquelle: 
eigen